Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Heinersberg – Nordhalben verkauft


das Pfarrhaus / Pfarranwesen Grund 22, 96365 Nordhalben

Flurstücksnr. 307/1, Gemarkung Heinersberg mit 1.164 m²

Kaufangebote – mit Angabe Ihres Kaufpreises – richten Sie bitte bis Freitag, 18.11.2022,

18.00 Uhr an

Herrn Dr. Hans-Peter Göll, Pfarrer,

Hauptstr. 78

96322 Pressig

 

Die Gebote werden sogleich nach Abgabeschluss am Freitag, 18.11.2022 um 18.01 Uhr im Pfarrhaus Grund 22, 96365 Nordhalben, geöffnet.

Bieter können anwesend sein und ihr Angebot noch verändern.

 

Weitere Informationen zum Pfarranwesen:

 

– Pfarrhaus Baujahr 1962

– Das eingeschossige Gebäude ist unterkellert; durch die Hanglage des Gebäudes auf der Südwestseite kann das Untergeschoss als großzügiger Souterrain mit anschließendem Terrassenbereich genutzt werden

– Das Dachgeschoss kann ausgebaut werden

– Grundfläche ca. 152 m², Wohnfläche ca. 115 m², Nutzfläche ca. 120 m²,

Rauminhalt ca. 1.150 m³

– Zum Anwesen gehört eine freistehende Doppelgarage mit Vorplatz auf dem Grundstück

– Das Flurstück 307/1 ist erschlossen und verfügt über Wasser-, Strom-, Telefon-, Kanal- und Internetanschluss

– Das Gebäude verfügt über eine Öl-Zentralheizung

– Lageplan und Energieausweis sind beigefügt

 

Das Pfarrhaus liegt im romantischen Tal der jungen Rodach an einem Südwesthang. Ein unverbaubarer Blick auf den Schlossberg und ins Rodachtal, die gemütliche Museums-bahnstrecke im Tal, die ruhige Lage, die fantastische Aussicht im Wechsel der Jahreszeiten und der Frankenwald vor der Haustüre soll Ihnen vermitteln: Sie wohnen dort, wo andere Urlaub machen!

 

Ein Mindestkaufgebot von 275.000,00 € wird erwartet.

Wir setzen voraus, dass eine aktuelle, auf die Investition bezogene Finanzierungsbestätigung Ihrer Hausbank Ihr Angebot entsprechend absichert.

Gerne können Sie einen Besichtigungstermin über Herrn Pfarrer Dr. Hans-Peter Göll vereinbaren:

 

Herr Pfarrer Dr. Hans-Peter Göll

Tel.: 09265/271

E-Mail: hans-peter.goell@elkb.de

Liebe Schwestern und Brüder,

wer in Fragen des christlichen Glaubens, wie er in unserer evangelischen Kirche gelebt und lehrt wird, geschult ist, sieht in diesen beiden Wochensprüchen einen Widerspruch.

 

Am 10. Juli hören wir, dass von uns erwartet wird, das Gesetz Christi zu erfüllen. Das Gesetz sagt konkret, dass Christen/Christinnen die Last des anderen/der anderen tragen oder mittragen sollen. Der Wochenspruch am 17. Juli sagt uns, dass wir aus einem selbstbezogenen und egoistischen Leben gerettet sind aus Gnade, d.h. die Rettung ist eine Gabe Gottes, die wir im Glauben empfangen und für uns gelten lassen.

 

Gesetz oder Gnade, das sind die beiden Wirklichkeiten, die uns Menschen helfen sollen, Gott nahe zu sein. Aber diese beiden Wirklichkeiten schließen sich gegenseitig aus. Entweder auf dem Weg des Gesetzes oder auf dem Weg der Gnade, beides zusammen geht nicht, so hat es Martin Luther gelehrt und gelebt. Der Weg der Gnade ist der von Gott geschenkte, da geht die Initiative von ihm aus, da setzt sich sein Wille durch, mit dem Menschen zusammen zu sein.

 

Den Weg des Gesetzes bevorzugt der Mensch. Er meint, auf diesem Weg ist er Herr seines Lebens, nicht von Gott abhängig und er kann sich Ansprüche Gott gegenüber erwerben.

 

Aber der Widerspruch zwischen den beiden Bibelstellen ist nur ein scheinbarer. Auch Martin Luther mochte beide Stellen gern und hielt ihre Aussagen für glaubensnotwendig. Entscheidend ist der Ort, an dem das Gebot Christi gelebt wird und wem gegenüber es gelebt wird. Martin Luther lehnte die Orientierung am Gebot ab, wenn mit seiner Erfüllung Gott beeindruckt werden sollte. Wird aber ein Mensch durch den Glauben, d.h. durch das Vertrauen auf Gott in Christus in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen, dann wird das Gebot sozusagen von selbst zum Leitfaden seines Lebens. Leben in der Gemeinschaft mit Gott bewirkt ja, dass wir befreit werden von unserer Selbstbezogenheit und unserem Egoismus. Das Gebot Christi wird dann zum Anreger und Hinweisgeber für uns, wie wir mit offenen Augen, liebevollem Herzen und tüchtigen Händen mit unseren Mitmenschen zusammenleben können.

Hans-Peter Göll, Pfarrer

Das Wandern ist des Müllers Lust…

Nun, nicht ganz. Denn ich bin Pfarrer und das im Ruhestand; allerdings auch nicht ganz: Vertretungen bis hinein in den Oderbruch halten mich lebendig, freitags bin ich in einer Grundschule in Grünheide bei Berlin und habe in Markgrafpieske ab Mai vor Ort Vakanzvertretung. Und es gibt einen großen Wunsch: Einmal das Grüne Band entlangzuwandern oder vielleicht öfter; Beginn wird Bad Elster und Ziel wird dies Jahr nach 3 Wochen Birx sein, wo Rhön, Thüringen und Hessen sich treffen. An den Sonntagen freue ich mich unterwegs auf Vertretungen in den Gottesdiensten, an Werktagen auf gemeinsame Abendandachten an der jeweils nächsten Station. Die Idee entstand zur Zeit der ersten Welle der Pandemie und nun soll es Wirklichkeit werden. Ich freue mich auf viele Begegnungen mit Mensch und Natur. Und bin neugierig auf Mutmachgeschichten aus Ihrer Gemeinde.  Seit über fünfzig Jahren bin ich engagiert im Umweltschutz und seit über zwanzig Jahren in der Flüchtlingsarbeit und Friedensarbeit zwischen den Religionen; seit bald vierzig Jahren im Pfarr- und Schuldienst. Wandern ist in der Bibel ein zentraler Gedanke von Abraham über die Psalmen bis hin zu Jesus Christus, der seine Jünger auf dem Weg nach Emmaus begleitete. Als sie das Brot mit ihm gastfreundlich teilten, wurden sie seiner offenbar.

Ich danke Ihnen für Ihre Gastfreundschaft und bin gespannt auf unsere Begegnungen, Ihr Stefan Felmy