Gottesdienst in der Jubilate-Kirche in Nordhalben-Grund am

Sonntag, 23. Juni, 10 Uhr, mit Sängerin Silvia Wachter.

Schuhe erzählen Geschichten aus unserem Leben oder Schuhe erinnern uns an Geschichten in unserem Leben. Einzelne Abschnitte unseres Lebens verbinden wir mit bestimmten Schuhen oder besondere Ereignisse oder unseren Beruf oder eine Freizeitbeschäftigung, vielleicht einen Sport.

Bitte bringen Sie doch zum Gottesdienst am 23. Juni ein oder mehrere Paar Schuhe mit und erzählen die Geschichte dazu. Und wer keine Schuhe mitbringen möchte, bringe wenigsten die Erinnerung an bestimmte Schuhe mit.

Vorläufiger Wahlvorschlag für die Wahl zum Kirchenvorstand am 20. Oktober 2024

Der Vertrauensausschuss der Kirchengemeinde Heinersberg-Nordhalben schlägt für die Wahl zum Kirchenvorstand am 24.Oktober 2024 folgende Gemeindeglieder als Kandidaten und Kandidatinnen vor:

 

Albert Färber, Lothar Höhn, Cornelia Köhler, Gunther Leupold, Martina Sauermann, Evelin Sesselmann, Bianca Tempel.

 

Bis 10. Juni 2024 können Sie weitere Gemeindeglieder als Kandidaten und Kandidatinnen dem Vertrauensausschuss vorschlagen. Von heute an bis 29. Mai haben Sie die Möglichkeit, mit mindestens 25 Unterschriften wahlberechtigter Gemeindeglieder jemanden vorzuschlagen, der/die dann in den endgültigen Wahlvorschlag aufgenommen werden muss. Der endgültige Wahlvorschlag wird am 16. Juni abgekündigt.

 

 

Hans-Peter Göll,

Vorsitzender des Vertrauensausschusses

  1. Sonntag vor der Passionszeit – Okuli – 12.03.2023

Kurzandacht Psalm 34, 16 – 23

…von der Gerechtigkeit…

 

Die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.

Das Antlitz des HERRN steht wider alle, die Böses tun, dass er ihren Namen ausrotte von der Erde.

Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.

Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.

Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR. Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines von ihnen zerbrochen wird.

Den Frevler wird das Unglück töten, und die den Gerechten hassen, fallen in Schuld.

Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, und alle, die auf ihn trauen, werden frei von Schuld

 

Liebe Geschwister in Jesus Christus,

die Augen des Herrn merken auf die Gerechten.

Dieses Psalmwort hat dem Sonntag Okuli seinen Namen gegeben. Okuli, die Augen Gottes, die liebevoll auf die gerichtet sind, die ihm

vertrauen.

Gerechte Gottes zu werden, schaffen wir das aus uns selbst heraus?

Wir wissen doch alle ganz genau, dass unsere Ungerechtigkeiten, unsere Sünden zum Himmel schreien!

Nicht wir – nur Gott kann OBJEKTIV beurteilen, wer gerecht ist und wer nicht.

Und das Urteil Gottes fällt für uns ALLE vernichtend aus: Kein Mensch ist gerecht vor Gott.

Unser moralischer Zeigefinger gegen die von uns wahrgenommene Unvollkommenheit anderer wendet sich gegen uns selbst und unsere subjektiv empfundene Selbst-Gerechtigkeit verkümmert vor Gott zum totalen Fiasko:

Unsere Sünden und Ungerechtigkeiten kleben an uns und vereiteln  jeden Ansatz, aus uns selbst heraus gerecht vor Gott und den Mit-Menschen zu werden.

Wie kann dann das wahr werden, was der Psalmbeter verkündet?

Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.

Nur durch den Glauben an Jesus Christus, Gottes Sohn, unseren lieben Herrn, macht uns Gott unverdient zu seinen Gerechten, wie uns der Apostel Paulus bestätigt:

Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus  gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird KEIN Mensch gerecht. (Gal 2,16)

Jesus Christus nimmt am Kreuz alle unsere Ungerechtigkeiten auf sich und macht uns Gläubige damit unverdient gerecht vor Gott.

Als Gerechte Gottes können wir die frohe Botschaft aus Psalm 34 gläubig annehmen und auf ihre Wirkungskraft vertrauen.

 

Gunther Leupold, Prädikant

Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. (Der Brief an die Hebräer 3,15)

Liebe Schwestern und Brüder,

 

„unsere Gerechtigkeit“, ich habe Recht. Bei einer Meinungsverschiedenheit, bei einem Streit liegt mir sehr viel daran, Recht zu behalten. Habe ich deutlich einen Fehler gemacht, gibt es viele Gründe für diesen Fehler, die ich nicht zu verantworten habe. Ich habe alles richtig gemacht. Mit dieser Einstellung mache ich mich stark gegen andere.

 

So verhalten wir uns auch oft Gott gegenüber. Wir wissen ja, was er von uns will; wir kennen seine Gebote. Wir tun das, was unserer Meinung nach seinen Geboten entspricht. Gerade die Gebote Gottes verleiten uns dazu, uns Gott gegenüber stark zu fühlen, sagt Paulus.

 

Bringt es uns wirklich etwas, wenn wir so auf unsere Gerechtigkeit vertrauen? Wir fühlen uns groß und stark. Wir isolieren uns aber auch von unseren Mitmenschen und von Gott. Ja, wir sehen sie als unsere Gegner, die unsere Gerechtigkeit in Frage stellen, wir sehen sie als  Widersacher, die bezweifeln, dass wir alles richtig machen.

 

Auf Gottes Barmherzigkeit vertrauen heißt, darauf verzichten, eine eigene Gerechtigkeit aufzubauen, heißt nicht nachweisen zu wollen, dass ich Recht habe. Das tut weh. Das kränkt. Ein anderer legt mir seine Gerechtigkeit zu. Ich überlasse mein Recht einem anderen, Gott. Oder auch einem Mitmenschen. Wenn er mich anerkennt, ohne dass ich ihn mit meinen Argumenten überzeuge, dass ich Recht habe. Ich gebe mich in die Hand Gottes, in die Hand eines Mitmenschen. Das macht den Glauben so schwer.

 

Deshalb redet Gott mit uns. Er öffnet uns sein Herz, er zeigt uns seine Liebe. In Jesus Christus hat er sich alle Mühe gegeben, uns Mut zu machen, dass wir uns auf ihn einlassen und verlassen. Es tut uns gut, es tut unseren Mitmenschen gut, es tut auch Gott gut. „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht.“

 

Hans-Peter Göll, Pfarrer